Informationen zum Vorkaufsrecht des Mieters (§ 577 BGB)

Für die meisten Mieter ergibt sich eine große Unsicherheit, wenn Ihre gemietete Wohnung zum Verkauf steht. Wird der nächste Eigentümer selber einziehen oder die Wohnung als Kapitalanlage erwerben? Muss ich ausziehen oder kann ich bleiben? ODER: Kann ich meine Wohnung möglicherweise selber erwerben? Ein Vorkaufsrecht besteht, wenn die Wohnung vor Aufteilung in Wohneigentum bezogen wird. Und: Nur wenn eine Mietwohnung zum 1. Mal in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird, hat der Mieter ein gesetzliches Vorkaufsrecht. Das gilt nicht, wenn der Eigentümer die Wohnräume an einen Familienangehörigen oder an einen Angehörigen seines Haushalts verkauft oder verschenkt. Wird die Wohnung bezogen, wenn Sie bereits geteiltes Wohneigentum ist, besteht kein Vorkaufsrecht.

Der Vermieter muss den Mieter schriftlich über sein Vorkaufsrecht informieren und den potentiellen Erwerber mit dem entsprechenden Kaufangebot offen legen. 2 Monate hat der Mieter dann Zeit, zu entscheiden, ob er die Wohnung selber zu dem angebotenen Preis kauft oder nicht. (bei umgewandelten Sozialwohnungen sogar 6 Monate). Die Kaufabsicht muss ebenfalls schriftlich erfolgen. Sollte der neue Eigentümer bereits im Grundbuch eingetragen sein, ist es zu spät. Dann hat der Mieter nur noch die Möglichkeit, Schadensersatz einzuklagen, sofern er nachweisen kann, dass er die Wohnung auch selber hätte kaufen können und wollen.

(Quelle: www.berliner-mieterverein.de)

maxxim Immobilien GmbH – Immobilienmakler in Leipzig

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